Lydia


Zoologin, Buchautorin, Science Slammerin und die weltweit einzige Erforscherin des Verhaltens Großer 

Ameisenbären.

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Ameisenbären


Große Ameisenbären sind charmante und bedrohte Bewohner Brasiliens. Sie stehen im Mittelpunkt von Lydia's Forschung. 

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Forschungsreisen, Vorträge, Lesungen, Presseberichte und was es sonst so für Neuigkeiten und zu erwartende Sensationen gibt. 

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Lydia kann man für spannende Vorträge und Lesungen buchen, als Autorin, Sprecherin, Reiseleitung oder Field Guide. 

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Außerdem auch bei Facebook: Lydia Möcklinghoff;  Instagram: lydialoveswildlife;  Youtube: lydialoveswildlife

 


Mit Leidenschaft, Witz und Charme (...) wendet sich Möcklinghoff an kulturell und biologisch Interessierte – an Laien ebenso wie Artenschützer, Feldforscher und Abenteurer.

Franziska Müschenich, Spektrum Online, 11.01.2017


Das Neuste...

Podcast Ameisenbär Aktuell Folge 1: Welche Ameisenbärensorten gibt's?

In Zusammenarbeit mit SWR3 Weltweit (immer Sonntag ab 16 Uhr im Radio), Produktion: Sabrina Kemmer.


Lydia bei Rocco Recycle's BBQ from Hell

Leute interviewen und dabei sacken scharfe Soßen essen. Macht irgendwie keinen Sinn? Genau. Und darum war Lydia sofort für ein Interview zu haben! Da wird es auf Rocco's Youtube Channel bestimmt auch in Zukunft noch viele bemerkenswerte Unterhaltungen zu sehen geben..


Trailer "Pantanal - Between Swamps and Giants"

Doclights und Coraxfilm werden mit Lydia zusammen in den nächsten zwei Jahren einen wunderschönen Film über das Pantanal, seine Flut und Trockenzeit, seine Tiere und ja, auch seine Forscher(in) auf die Beine stellen. Hier schon mal der tolle Trailer von der letzten Drehreise:


Am 11.01.2019 beim SWR Nachtcafé zum Thema "Der Reiz des Abenteuers"

Fotos: SWR Nachtcafé "Der Reiz des Abenteuers“, 11.01.2019 © SWR / Baschi Bender


Die Supernasen

Wie Artenschützer Ameisenbär und Co. vor dem Aussterben bewahren.

Abenteuer Artenschutz: Lydia Möcklinghoff kämpft voller Leidenschaft und Humor für den Schutz des Ameisenbärs und anderer bedrohter Tierarten.

Dass der Ameisenbär noch nicht ausgestorben ist, versteht keiner. Er ist langsam, sieht schlecht, und sein Gehirn ist nur erbsengroß. Lydia Möcklinghoff, Deutschlands bekannteste Ameisenbärforscherin, nimmt den Leser mit an die Orte, an denen Tiere wie der Ameisenbär, das Flussneunauge oder der Rote Wendehalsfrosch mit Tricks ums Überleben kämpfen. Mit Humor und echter Leidenschaft erzählt sie von der Zeit, die sie im brasilianischen Busch verbracht hat, um herauszufinden, warum der Ameisenbär überleben kann. Dieses Buch ist eine Reise zu den wunderbarsten Kreaturen unserer Erde und zu den Menschen, die sich überall auf der Welt in das Abenteuer Wildnis stürzen, um unsere Natur zu schützen.

Hanser Literaturverlage (Erscheinungsdatum: 26.10.2016, 320 Seiten, fester Einband)

ISBN 978-3-446-44874-2


Lydia's Blog


Brasilien 2019- In der Weihnachtsbäckerei

Gut. Wir haben das jetzt schon oft genug gemacht um zu wissen: Wenn ich es in Rio noch schaffe einen Blogeintrag zu schreiben, heißt das noch lange nicht, dass es damit später weiter geht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, also bezeichne ich diesen Blogeintrag mal den ersten Blogeintrag von meiner Zeit in Brasilien die jetzt vor mir liegt. Aktuell in Form des Santos Dumont Flughafens in Rio de Janeiro wo ich gerade auf den Flieger warte und mir den Kopf zerbreche ob ich einen Sitzplatz auf der falschen oder richtigen Seite habe. Wenn man hier nämlich startet oder landet liegt einem die gesamte spektakuläre Schönheit Rios zu Füßen- Zuckerhut, Jesusstatue, volles Programm halt, und ich ergriffend heulend hinter dem Flugzeugfenster, den Text von „Samba do Aviao“ im Kopf, einem Lied in dem genau dieser Flug beschrieben wird („…Rio teu mar, praias sem fim Rio você foi feito pra mim…“). Das alles zumindest, wenn ich rechts sitze. Links guckt man wahlweise unspektakulär Richtung Meer oder macht sich unbeliebt und holt sich einen steifen Nacken wenn man versucht um die Leute rum durch die gegenüberliegenden Fensterseite zu luren. Ungefähr so doof wie wenn man auf der IC-Strecke Mainz-Köln auf der Hangseite und nicht Richtung Burgental und Rhein sitzt.

Da soll es aktuell ja SEHR warm sein. Also in Köln jetzt. War’s eigentlich auch schon als ich mal wieder meine nicht enden wollende Pack-Orgie abgefeiert habe. Immer wieder schön die Wohnung für den Zwischenmieter leer zu räumen und die ganzen scheiß Kisten aus dem fünften Stock zu tragen bei traditionell 800°C und Hochsommer. Als ich die Kisten ins Auto lud, schob eine Mutter mit Kind im Kinderwagen vorbei das lautstark „In der Weihnachtsbäckerei“ sang. Vielleicht wegen Backofen und so. Ich fühlte mich jedenfalls abgeholt.

 

So Flug geht, Rest später. Grüße.

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Afrika!

 

Freunde von mir haben das Adjektiv "goyambel" erfunden, ich glaube im Zuge eines Gran Kanaria Urlaubes. Es beschreibt liebevoll nicht so total durchdachte Gegenstände oder Verhaltensweisen. Zum Beispiel die Wasserhähne in Irland wo es einen Hahn für warmes- und einen Hahn für kaltes Wasser an den jeweils gegenüberliegenden Enden des Waschbeckens gibt. Man darf sich entscheiden ob man sich die Finger verbrennen oder abfrieren lassen möchte. Sehr goyambel. Nun sitze ich in Frankfurt am Flughafen um nach Afrika zu fliegen. Dem Klischee zufolge ja die Mutter des Goyambeltums. Man darf gespannt sein, mehr dazu später.

 

Die Afrikareise ist überfällig. Zwei meiner allerliebsten Freundinnen leben dort. Genauer in Südafrika. Ich habe sie bisher nie besucht, weil ich meine Afrika Reise immer toll und groß abfeiern wollte, mit Zeit und Geld und Erdferkelprojekte besuchen und so. Da das nun aber immer noch nicht in Aussicht war (wo bleiben sie denn die Reichtümer?) und Judith im April zurück nach Deutschland kommt, fand die Reise jetzt also ohne Zeit und ohne Geld statt.

 

Es ist das Schicksal einer globalisierten Welt und meiner reisefreudigen Generation: So viele Menschen die für mich lieb und kostbar sind leben überall auf dem Globus verteilt. Ich sitze ja auch ständig im brasilianischen Busch. Immerhin haben sich aber einige in Südafrika akkumuliert, oder zumindest vier, die zählen aber für zehn und ich kann sie jetzt nacheinander schön besuchen.

 

Mit Judith, die jetzt mit ihrem tollen Mann Daniel, ihrer Tochter Lola und Hund Bonnie in Kapstadt lebt und die ich zuerst für eine Woche besuchen fahre, habe ich schon SEHR früh Theater gespielt. Im Publikumshit „Der fliegende Teppich“ waren wir so sieben. Darin musste ich mich unter anderem als Schlangenbeschwörer im weißen Kaftan mit dem Hintern zum Publikum hinknien und eine Stoffschlange an einem Faden aus einem Korb angeln. Lerne: unter weißen Kaftanen sieht man rote Frottee Unterhosen SEHR gut. Judith war Bauchtänzerin und musste sich keinen Schnurrbart anmalen lassen.

 

Birthe gehe ich danach besuchen. Mit ihr habe ich zusammen in Würzburg studiert. Als ich mein erstes Tropenökopraktikum mit den Ameisenbären in Nordbrasilien gemacht habe, ist Birthe nach Südafrika gegangen um Meerkatzen zu studieren und hat sich ziemlich prompt mit Jabu verliebt der auf der Forschungsstation weit oben im Norden in den Bergen arbeitete. Heute ist sie mit Jabu verheiratet, sie leben mit ihren vier Hunden in den Soutpansbergs und managen eben diese Forschungsstation. Ich habe sie seit wir in Würzburg nach dem Studium vor 11 Jahren alle auseinander gegangen sind nur noch einmal gesehen. Da hat eine Freundin geheiratet, ich sollte als die Hochzeit stattfand schon längst in Brasilien sein, konnte aber meinen Flug umbuchen und bin als Überraschung für Birthe auf die Hochzeit gekommen. Mega Tränensturz auf beiden Seiten, natürlich.

 

Beide, also Judith und Birthe und ihre Männer auch, gehören zu den Leuten die ich fast nie sehe oder höre, die aber so fest in meinem Herz sitzen, dass der Arsch direkt wieder auf den Eimer ploppt wenn man sich nach einer Ewigkeit wieder trifft. Dementsprechend freue ich mich gewaltig. Und dann auch noch sowas wie Urlaub! Das passiert mir nicht so oft, auch wenn alle immer denken ich würde endlos urlaubend in der Weltgeschichte rumreisen.

 

 

Kleiner Hinweis noch: Fliegen ist ja scheiße und man sollte es nicht tun. Jetzt mache ich es trotzdem, weil mein Herz es so will. Wenn es euch auch so geht, zahlt bitte CO²-Ausgleichszahlungen. Sind steuerlich absetzbar, tun also gar nicht weh, und die Treibhausgase die euer Flugzeug in die Luft bläst werden durch Klimaprojekte zumindest teilweise kompensiert. Es gibt dazu mehrere Seiten wie z.B.: myclimate.org.

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Ein Klassiker der Ameisenbärenforschung

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**Rio de Janeiro Breaking News** Weihnachtsmann nachweislich in Geldwäsche involviert!

Pah, Rio. So unverschämt schön. Müssen die Entdecker ja große Augen gemacht haben, als sie die Buchten und Felsen und Strände und Fregattvögel überm Küstendschungel sahen. Genau wie bei den Iguaҫu-Wasserfällen: Die Vorstellung sich wochenlang einer Indianer-Legende folgend durch den Regenwald zu schlagen, dann immer lauter das Grollen zu hören das den Fällen ihren Namen verpasst hat, und dann plötzlich vor diesem unfassbaren Naturspektakel zu stehen. Wahnsinn. Wobei Köln ja in diesem Jahr auch einen Sommer abgeliefert hat der sich gewaschen hat. Ist zwar ein bisschen Äpfel mit Birnen vergleichen, aber das soll ja hier keine Lobhudelei für das Gras auf der anderen Seite des Zauns sein.

 

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Am Ende ist Rio auch nur Köln...

Dass man in Brasilien ist merkt man spätestens, wenn einen hinterm Gate die unverkennbare Kombi aus gewagter Elektroinstallation mit pingelig sauberen Toiletten begrüßt. Erstere kommt in Gestalt einer ohnehin schon scheppen Alarmlampe daher, die dann aber auch noch schief in einem Loch hängt das falsch in die Edelholzimitation aus Sperrholzplatten gesägt wurde. Brazil in a Nut-Shell.

 

 

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Ich glaub mein Puma pfeift

Als Forscherin im reichsten Tierparadies der Welt.

Im Spülkasten der Toilette singt ein Frosch sein heiteres Lied und wenn nachts die Wasserbüffel im Vorgarten wühlen, kommt auch schon mal ein Cowboy im Schlafanzug auf die Veranda und schießt in die Luft. Seit neun Jahren lebt Lydia Möcklinghoff auf einer Ranch mitten in Brasiliens Wildnis und betreibt Feldforschung am Ameisenbär. Ob sie sich mit der Machete durchs Gestrüpp schlägt, oder den Abend mit einem leckeren Caipi ausklingen lässt - der ungewöhnliche Alltag der Biologin lässt das Herz eines jeden Abenteurers höher schlagen. 

Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (12. November 2015)  ISBN-13: 978-3404608614